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Final Fantasy VII
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Final Fantasy VII (jap. ăăĄă€ăă«ăăĄăłăżăžăŒVII Fainaru Fantaji Sebun) ist ein Konsolenrollenspiel, das von Square (heute Square Enix) entwickelt und im Jahr 1997 veröffentlicht wurde. Es ist der siebte Teil der Final-Fantasy-Reihe und das erste Spiel der Reihe, das fĂŒr die Sony PlayStation und fĂŒr Windows erschienen ist. Final Fantasy VII nutzt als erstes Spiel der Reihe 3D-Computergrafikcite-ref-egm196-1-0[1] sowie gerenderte Charaktere vor vorgerenderten HintergrĂŒnden.cite-ref-ign97rev-2-0[2]cite-ref-gs97rev-3-0[3]cite-ref-egm04rev-4-0[4]
Angesiedelt auf dem Fantasieplaneten Gaiacite-ref-gaia-5-0[5] folgt der Spieler zu Beginn einer Gruppe von WiderstandskÀmpfern, genannt Avalanche, in ihrem Kampf gegen den Megakonzern Shinra, der dem Planeten zwecks Energiegewinnung die Lebensenergie entzieht. Im Verlauf der Geschichte eskalieren die Konflikte und die gesamte Welt wird vom Untergang bedroht.
Das Spiel hatte nicht nur groĂen kommerziellen Erfolg, sondern ist bis heute eines der beliebtesten Spiele der Reihe und wird hĂ€ufig als Grundlage fĂŒr den Mainstream-Durchbruch von östlichen Rollenspielen auĂerhalb Japans angesehen.cite-ref-1up03ac-6-0[6] Aufgrund der ungebrochenen PopularitĂ€t dieses Spieles entschied Square Enix, eine Reihe von Sequels und Prequels zu produzieren. Diese Reihe hat den ĂŒbergeordneten Titel Compilation of Final Fantasy VII. Bis zum Mai 2006 wurden von Final Fantasy VII weltweit mehr als 9,8 Millionen Einheiten verkauft.cite-ref-acrf66-7-0[7]
Seit dem 10. April 2009 ist Final Fantasy VII ĂŒber das Downloadportal PlayStation Network in Japan erhĂ€ltlichcite-ref-8[8] und seit dem 4. Juni 2009 in Europa. Bei der dort kostenpflichtig angebotenen Version von Final Fantasy VII handelt es sich um die handelsĂŒbliche International-Version, welche mit den westlichen Verkaufsversionen inhaltlich identisch ist.
Am 4. Juli 2013 wurde die PC-Fassung bei Steam zum Download wiederveröffentlicht.cite-ref-9[9] Diese Version kann wahlweise in HD dargestellt werden, wobei aber die originalen Videos, Texturen und HintergrĂŒnde 'nur' hochgerechnet werden. Am 26. MĂ€rz 2019 kamen Versionen des Spiels fĂŒr Xbox One und Nintendo Switch auf den Markt.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]
Auf der E3 2015 kĂŒndigte Sony ein Remake von Final Fantasy VII fĂŒr die PlayStation 4 an.cite-ref-12[12] Das Remake war als Demo auf der E3 2019 und der Gamescom 2019 anspielbarcite-ref-13[13] und soll in mehreren Teilen veröffentlicht werden. Der erste Teil erschien am 10. April 2020.cite-ref-14[14]
Contents
âą Handlung
âą Szenario
âą Charaktere
âą Geschichte
âą Kampfsystem
âą Entwicklung
âą Musik
âą Rezeption
âą Kritiken
⹠VermÀchtnis
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Handlung
Szenario
Die Entwickler haben sich bei der Spielwelt insofern an der des VorgÀngers Final Fantasy VI orientiert, als die Technologie und Gesellschaft der einer Nahe-Zukunft-Science-Fiction Àhnelt.cite-ref-interviews-15-0[15]cite-ref-ouspm4716-16-0[16] Die Welt von Final Fantasy VII besteht aus drei Landmassen: Auf dem östlichen Kontinent befindet sich die Stadt Midgar, eine industrielle Metropole und Hauptquartier von Shinra, Inc., einem skrupellosen Megakonzern, der die Weltregierung innehat. Shinras wichtigste MilitÀrbasis, Junon, und verschiedene kleine StÀdte liegen ebenfalls auf diesem Kontinent.
Auf dem westlichen Kontinent befinden sich die meisten besuchbaren Gebiete, unter anderem ein VergnĂŒgungspark, ein Seebad und auf einer Hochebene die Siedlung Cosmo Canyon. Der dort heimische Stamm legt groĂen Wert darauf, mit der Natur in Einklang zu leben und sich um das Wohlergehen des Planeten zu kĂŒmmern.cite-ref-ulti217-17-0[17] Ihre Siedlung verfĂŒgt ĂŒber ein Observatorium und dient jenen, die im Rahmen der Untersuchung des Planetenlebens kommen, als ForschungsstĂ€tte. Die Untersuchung des Planetenlebens ist eine fiktive philosophische Strömung im Spiel, die behauptet, dass der Planet selbst lebendig sei (vgl. Gaia-Hypothese).cite-ref-ulti217-17-1[17]
Noch weiter westlich liegt ein weiterer Kontinent, auf dem nur eine Stadt liegt, Wutai. Ein Ort, der sehr an der östlichen Kultur orientiert ist.
Der nördlichste Kontinent ist gröĂtenteils eine EiswĂŒste. Die wenigen Siedlungen beschĂ€ftigen sich mit Ausgrabungen und Forschungsarbeit, allerdings gibt es auch ein Skigebiet.
Der Shinra-Konzern wuchs aufgrund der Gewinnung und Nutzbarmachung der sogenannten Mako-Energie durch spezielle Mako-Reaktoren innerhalb einer Generation von einem kleinen RĂŒstungskonzern zur dominierenden Weltmacht heran.cite-ref-ulti216-7-18-0[18] Die Mako-Energie befindet sich im Inneren des Planeten und zeichnet sich durch eine blassgrĂŒne Farbe aus. Stirbt ein Lebewesen, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, setzt es spirituelle Energie frei, die zum Planeten zurĂŒckkehrt. Die Mako-Energie setzt sich somit aus der Energie unzĂ€hliger Einzelwesen zusammen. Tod und Leben bilden einen natĂŒrlichen Kreislauf, alles kehrt zum Planeten zurĂŒck.
Der Konzern entdeckte rasch, dass der abgeleitete und umgewandelte Stoff nicht nur zur Energiegewinnung genutzt werden kann, sondern auch, dass sich durch Komprimierung der Mako-Energie kleine Kugeln, genannt Substanzen (Materia), herstellen lassen, die Menschen magische KrĂ€fte verleihencite-ref-ulti216-7-18-1[18] oder sie mit speziellen FĂ€higkeiten ausstatten. Zudem fand Shinra bald heraus, dass diese Energie bei einer Injektion in einen starken und gesunden Menschen diesem dauerhaft ĂŒbermenschliche KrĂ€fte verlieh. Sie nutzten ihr Wissen, um eine Einheit ĂŒbermenschlicher KĂ€mpfer, genannt âSOLDATâ (âSOLDIERâ) zu erschaffen. Mit ihrer Armee beendeten sie einen mehrjĂ€hrigen weltweiten Konflikt und nutzen die AbhĂ€ngigkeit der Nachkriegsgesellschaft von Mako-Energie und Substanzen, um die Weltherrschaft an sich zu reiĂen.cite-ref-ulti216-7-18-2[18]
Nachdem Shinra die Kontrolle ĂŒbernommen hatte, wurden die acht StĂ€dte in der Umgebung des Konzerns zur Stadt Midgar zusammengeschlossen. Shinra bemĂŒhte sich vor allem um die höhergestellten Bevölkerungsschichten und baute eine gewaltige Metallplatte ĂŒber der Stadt, auf der die Oberschicht leben konnte und auf der sich das siebzigstöckige Hauptquartier von Shinra befindet. Der untere Teil der Stadt verslumte, vollkommen vom Sonnenlicht abgeschnitten und unter stĂ€ndiger Luftverschmutzung leidend. Da sie keine Hilfe von auĂen erhalten, sind die Bewohner dieser Gebiete meist unterernĂ€hrt und krĂ€nklich.
Shinra sah sich bald einer Opposition von jenen gegenĂŒber, die glaubten, dass die Verwendung der Mako-Energie die spirituelle Essenz â eine gewaltige Ansammlung an Ă€therischer Materie, auch als Lebensstrom bekannt â des Planeten aufbrauche. Die Philosophie der Untersuchung des Planetenlebens lehrte, dass diese Energiewelle nicht nur die Lebensader des Planeten sei, sondern gar die Quelle des Lebens aller Lebewesen. Jene, die diesem Lebensstil folgten, nannten die Mako-Energie âLebensstromâ, ein Begriff, der zunehmend ungern gehört wurde, als die Bevölkerung immer abhĂ€ngiger von Mako wurde. Die Untersuchung des Planetenlebens behauptete, dass jeder Organismus bei seiner EmpfĂ€ngnis einen Teil des Lebenshauches des Planeten mitbekommen habe, um zu leben. Wenn die Lebensform nun wuchs, so wuchs auch der Lebensstrom dank der gewonnenen Lebenserfahrung, sodass beim Tod des Lebewesens der Lebensstrom zum Kern des Planeten zurĂŒckkehrte und der Lebensstrom als Ganzes wuchs.cite-ref-ulti216-19-0[19] Jene, die diesem Glauben anhingen, sagten, dass Shinras Taten dem Planeten das Leben absauge und somit die gesamte Welt und alle Lebewesen auf ihr langsam sterben wĂŒrden.cite-ref-ulti216-19-1[19]
Ein besonders glĂ€ubiger AnhĂ€nger der Untersuchung des Planetenlebens war der Meinung, die Zerstörung der Welt durch Shinra lieĂe sich nur durch Gewalt verhindern, und grĂŒndete die öko-terroristische Vereinigung Avalanche.cite-ref-ulti216-19-2[19] Die Vereinigung startete einen langwierigen Guerillakrieg gegen Shinra, mit Schwerpunkt auf der Zerstörung von Mako-Reaktoren und Attentaten gegen den KonzernprĂ€sidenten.cite-ref-acrf96-20-0[20] Obwohl die ursprĂŒngliche Avalanche-Organisation von Shinras Spionage- und Killertruppe, den Turks, vernichtet wurde, formte Barret Wallace, einer der Hauptcharaktere des Spiels, eine kleinere Einheit mit demselben Namen und den gleichen Zielen.cite-ref-ulti216-19-3[19]cite-ref-acrf96-20-1[20]
Charaktere
Die spielbaren Charaktere in Final Fantasy VII sind:
âą Cloud Strife, der zurĂŒckhaltende, schweigsame, aber arrogante Protagonist des Spiels, der sich als Söldner durchs Leben schlĂ€gt;
âą Barret Wallace, der ungeduldige AnfĂŒhrer der zweiten Inkarnation von Avalanche; er hasst Shinra fĂŒr die Auslöschung seiner Heimatstadt und den Tod von Freunden und Familie;
âą Tifa Lockheart, eine Freundin Clouds aus dessen Kindheit; sie will sich an Shinra fĂŒr die Zerstörung ihrer Heimatstadt rĂ€chen und betreibt eine Bar, den â7. Himmelâ, die als Versteck von Avalanche dient;
âą Aeris Gainsborough (in allen spĂ€teren Final-Fantasy-VII-Titeln und der Kingdom-Hearts-Serie nach der korrekten Ăbersetzung âAerithâ), eine BlumenverkĂ€uferin, die seit ihrer Kindheit von Shinra verfolgt und ĂŒberwacht wird;cite-ref-acrf96-20-2[20]
âą Red XIII (tatsĂ€chlich âNanakiâ), ein sprechendes wolfs- oder löwenartiges Raubtier, an dem Shinra Experimente durchgefĂŒhrt hat. Eins mit sich selbst und dem Planeten wird es ein treuer Begleiter;
âą Yuffie Kisaragi, die junge und verbitterte Prinzessin der Wutai-Nation, die von Shinra besiegt wurde;
âą Cid Highwind, ein Pilot, dessen gröĂter Traum, eine Reise ins Weltall, zunichtegemacht wurde, als er den Start der Rakete abbrach, um seine Assistentin zu retten und dem Shinra daraufhin die Mittel fĂŒr das Raumfahrtprogramm entzog;
âą Cait Sith, eine wahrsagende Katze, welche auf einer magisch zum Leben erweckten Puppe, einem Mogry, reitet.cite-ref-hb-21-0[21]
âą Vincent Valentine, ein ehemaliges Mitglied von Shinras Sondereinheit, den Turks, der infolge eines Experimentes unsterblichcite-ref-acrf46-22-0[22]cite-ref-gan05int-23-0[23] wurde.
Alle Hauptcharaktere des Spiels hatten in ihrer Vergangenheit enge Beziehungen zu Shinra und stehen dem Konzern und seinen AktivitĂ€ten kritisch bis feindlich gegenĂŒber. Im ersten Teil des Spiels sind die FĂŒhrungskrĂ€fte Shinras die Antagonisten, im zweiten Teil taucht dann ein geheimnisvoller Mann namens Sephiroth â einst das beste Mitglied von SOLDAT â auf, nachdem er mehrere Jahre zuvor in einem Kampf scheinbar gestorben war.cite-ref-hb-21-1[21] Es zeigt sich bald, dass Sephiroth eine unmittelbare Gefahr fĂŒr den Planeten darstellt, weswegen sowohl Avalanche als auch der Shinra-Konzern versuchen, auf ihre Weise den Planeten zu beschĂŒtzen.cite-ref-ulti58-24-0[24]
Charakterdesigner Tetsuya Nomura Ă€uĂerte, dass Final Fantasy VII von grafischen EinschrĂ€nkungen behindert wurde und seine Designs entgegen seinem eigentlichen Stil sehr einfach wirken.cite-ref-fg03-25-0[25] Allerdings fand er andere Wege, seine Ideen auszudrĂŒcken. Cloud hatte ursprĂŒnglich nach hinten gegeltes Haar ohne âStachelnâ, um als Gegensatz zu Sephiroth mit dessen langen silbernen Haaren aufzutreten. Um Clouds herausragende Position im Spiel zu verdeutlichen, gab Nomura Clouds Figur schlieĂlich stacheliges blondes Haar, das zu Clouds Markenzeichen wurde.cite-ref-fg03-25-1[25] Bei Tifas Design stand Nomura vor der schwierigen Frage, ob er ihr einen Minirock oder eine Hose geben sollte. Nach Absprache mit den anderen Leuten des Entwicklungsteams entschied Nomura sich am Ende fĂŒr einen dunklen Minirock, welcher von Aerisâ langem, pinkfarbenem Kleid kontrastiert wird.cite-ref-fg03-25-2[25]
Vincent Valentines Charakter war zuerst als Horrorforscher, dann als Detektiv und spĂ€ter als Chemiker angelegt, bis er schlieĂlich zum ehemaligen Turk mit tragischer Vergangenheit wurde. Verlautbarungen des Designteams zufolge symbolisiert sein dunkelroter Umhang die BĂŒrde des Todes. Nomura hat darauf hingewiesen, dass Cid Highwinds Kampfstil an den der âDragoonsâ erinnert, diese Charakterklasse wurde gewĂ€hlt, da Cid denselben Nachnamen hat wie zwei vorherige Dragoons der Final-Fantasy-Serie, Richard Highwind aus Final Fantasy II und Kain Highwind aus Final Fantasy IV.cite-ref-fg03-25-3[25]
Wegen ihrer groĂen BerĂŒhmtheit hatten etliche Figuren des Spieles Gastauftritte in anderen Titeln von Square Enix, vor allem in dem Beat âem up Ehrgeiz und der populĂ€ren Final-Fantasy-Disney-Crossover-Serie Kingdom Hearts. Sephiroth gilt immer noch als einer der beliebtesten Bösewichte der Videospielgeschichte, die Mitarbeiter der Spielepublikation EGM (Electronic Gaming Monthly) wĂ€hlten ihn einstimmig an die Spitze ihrer âTop 10 Video Game Bossesâ im Oktober 2005.cite-ref-26[26] Im FrĂŒhling desselben Jahres gewann die Figur den von Spielern bestimmten âBest Villain Contestâ von GameFAQs.cite-ref-gfaq05-27-0[27]
Geschichte
Die Geschichte von Final Fantasy VII beginnt mit dem Beitritt Cloud Strifes zur Anti-Shinra-Organisation Avalanche, als diese einen Anschlag auf einen der acht Mako-Reaktoren Midgars verĂŒbt.cite-ref-ulti216-19-4[19] Auf dem RĂŒckweg zum Avalanche-Hauptquartier trifft Cloud die BlumenverkĂ€uferin Aeris Gainsborough. WĂ€hrend ihrer nĂ€chsten Mission geraten die Mitglieder Avalanches in eine Falle von PrĂ€sident Shinra, sie können aber fliehen, bevor der von ihnen sabotierte Mako-Reaktor explodiert. Jedoch wird Cloud durch die Reaktorexplosion von den oberen Ebenen Midgars in die Slums darunter geschleudert. Er fĂ€llt durch das Dach einer Kirchenruine in Sektor 5 und landet unverletzt in einem Blumenbeet, wo sich Aeris ihm richtig vorstellt. Cloud erklĂ€rt sich bald bereit, die Aufgabe als ihr Bodyguard anzunehmen, eine Vereinbarung, die zustande kommt, als eine Turks-Einheit des Shinra-Konzerns in der Kirche erscheint, um Aeris gefangen zu nehmen.
Nachdem Cloud Aeris vor ihren unmittelbaren EntfĂŒhrern verteidigt hat, akzeptiert Cloud ihr Angebot, ihm den Weg nach Sektor 7 zu zeigen. Unterwegs offenbart Aeris, dass ihr erster Freund ein Soldat erster Klasse war, woraufhin Cloud entgegnet, er sei ebenfalls einer gewesen. Bald darauf sehen die beiden, wie Tifa sich nach Wall Market einschleust, ein fĂŒr seine kriminellen AktivitĂ€ten bekanntes Gebiet von Sektor 6. Nachdem sie sich in die Villa des Verbrecherbosses Don Corneo eingeschlichen haben, erfahren die drei, dass Shinra das Versteck von Avalanche entdeckt hat und nun plant, die obere Ebene von Sektor 7 auf die Slums darunter fallen zu lassen. Trotz Avalanches BemĂŒhen zerstört Shinra erfolgreich Sektor 7. Dabei werden die gesamte Einwohnerschaft sowie drei Mitglieder von Avalanche getötet. Die Turks nehmen schlieĂlich Aeris gefangen, wobei deutlich wird, dass sie die Letzte einer uralten Rasse, genannt Cetra, ist. Den ErklĂ€rungen zufolge lebten die Cetra im Einklang mit dem Planeten, daher glaubt PrĂ€sident Shinra, dass Aeris ihn zum sagenumwobenen und fruchtbaren VerheiĂenen Land fĂŒhren kann, von dem Shinra erwartet, dass es reich an leicht verwertbarer Mako-Energie ist.
Die einzigen verbleibenden Mitglieder von Avalanche, Tifa, Barret und Cloud, dringen in das Shinra-Hauptquartier ein, um Aeris zu retten. Nach der Befreiung von Aeris und dem löwenartigen Versuchstier Red XIII, der sich der Gruppe anschlieĂt, können sie fliehen, wĂ€hrend ein GroĂteil des Personals im GebĂ€ude â darunter auch PrĂ€sident Shinra â von einem unbekannten Eindringling abgeschlachtet werden. Als Cloud den PrĂ€sidenten Shinra von einem langen Schwert durchbohrt findet, glaubt er, dass der umjubelte Soldat Sephiroth noch am Leben ist. Diese Vermutung wird durch einen Angestellten bestĂ€tigt, der das Massaker ĂŒberlebt hat und behauptet, gesehen zu haben, wie Sephiroth den PrĂ€sidenten umgebracht und versprochen hat, Shinra niemals das verheiĂene Land zu ĂŒberlassen. Die Gruppe erfĂ€hrt auĂerdem, dass im Verlauf von Sephiroths Angriff auf Shinra der Torso einer Jenova genannten Kreatur aus der Forschungsanstalt des GebĂ€udes verschwand.
WĂ€hrend PrĂ€sident Shinras Sohn Rufus die Leitung des Shinra-Konzerns ĂŒbernimmt, verfolgt Avalanche Sephiroth quer ĂŒber den ganzen Planeten, denn es scheint, dass seine PlĂ€ne fĂŒr das verheiĂene Land gefĂ€hrlicher sein könnten als die Shinras. Im Laufe der Verfolgung schlieĂen sich etliche neue Mitglieder der Gruppe an. Yuffie Kisaragi, Cait Sith, Vincent Valentine und Cid Highwind. WĂ€hrend die Reise voranschreitet, muss jedes Mitglied der Gruppe mit den Problemen der eigenen Vergangenheit ins Reine kommen, und schlieĂlich kommt Sephiroths Vorhaben vollstĂ€ndig ans Licht: Wenn der Planet schwer verletzt wird, konzentriert sich der Lebensstrom auf diesen Punkt, um die Wunde zu heilen. Sephiroth erklĂ€rt, dass er mit dem mĂ€chtigen Zauberspruch Meteor den Planeten schwer verwunden will, wodurch er die Heilung hervorrufen wĂŒrde, die durch den Lebensstrom ermöglicht wird, um Planeten zu retten. Sephiroth wĂŒrde im Zentrum der Wunde verweilen und alles Leben und Wissen des Lebensstroms absorbieren, um göttliche Macht ĂŒber den Planeten zu erlangen. In einem uralten Tempel der Cetra versucht Avalanche den Plan von Sephiroth zu durchkreuzen, indem sie die Schwarze Substanz, die Meteor aktivieren kann, an sich nehmen. Allerdings scheint Sephiroth eine seltsame Macht ĂŒber Cloud zu haben und zwingt ihn zur Herausgabe der Substanz.
Da Aeris befĂŒrchtet, dass Sephiroth bald den Zauber Meteor wirkt, und sie selbst von den Gelehrten im Cosmo Canyon und den Erinnerungen ihrer Vorfahren im Cetra-Tempel mehr ĂŒber ihr eigenes Erbe erfahren hat, macht sie sich auf, ihn auf eigene Faust aufzuhalten. Aus Sorge um Aeris folgt Avalanche ihr bis in eine auf dem nördlichen Kontinent gelegene uralte Cetra-Stadt. Nachdem die Gruppe dort Aeris bei einem Gebet um Hilfe fĂŒr den Planeten findet, beeinflusst Sephiroth erneut Cloud und versucht so, Aeris umzubringen. Da Cloud sich erfolgreich gegen diesen Auftrag von Sephiroth wehrt, erscheint Sephiroth persönlich und tötet Aeris.cite-ref-edge03-28-0[28] Der Rest der Gruppe entscheidet sich nach Aerisâ Bestattung, ihren Tod zu rĂ€chen und Sephiroth zu besiegen.
Kurz darauf sĂ€t Sephiroth Zweifel in Cloud, indem er ihm falsche Erinnerungen vorgaukelt, nach denen er eigentlich kein echter Mensch ist, sondern von Professor Hojo im Auftrag des Shinra-Konzerns aus den Genen von Jenova geschaffen wurde. Jenova ist eine auĂerirdische Lebensform, die vor etwa 2000 Jahren auf einem Meteor nach Gaia kam. Die Kollision formte einen gewaltigen Krater und verletzte den Planeten schwer.cite-ref-ulti214-29-0[29] Bald verlieĂ Jenova den Krater und versuchte alle Lebewesen auf dem Planeten mit einem Virus zu infizieren, der zu Wahnsinn und monströsen Mutationen fĂŒhrte.cite-ref-ulti210-30-0[30] Zu den Opfern gehörten die meisten Cetra, denen Jenova in der Gestalt der anderen Cetra erschien, indem sie in die Erinnerungen des alten Volkes eingedrungen war und mit den daraus gewonnenen Informationen ihre Gestalt, Sprache und Stimme dementsprechend verĂ€nderte, wie Sephiroth im Nordkrater und Aerisâ Mutter Iphalna auf einem Video erklĂ€ren. Der Planet erschuf gigantische Monster, genannt Weapons, um sich selbst zu verteidigen. Den letzten ĂŒberlebenden Cetra gelang es, Jenova zu besiegen und den Riss, der durch den Meteor entstanden war, zu versiegeln. Alle Weapons verfielen in einen Tiefschlaf, bis wieder eine Gefahr den Planeten bedrohen wĂŒrde. SchlieĂlich fand ein Wissenschaftler von Shinra, Professor Gast, die mumifizierten Ăberreste von Jenova. Da die Kreatur aufgrund ihrer verĂ€nderten Cetra-Ă€hnlichen Gestalt fĂ€lschlicherweise fĂŒr eine Cetra gehalten wurde, erlaubt man Gast ein Experiment zu starten, bei dem kĂŒnstlich ein Cetra erzeugt werden sollte. Bei diesem Experiment wurden die Zellen Jenovas der Shinra-Biogenetikerin Doktor Lucrecia Crescent eingepflanzt, worauf sich Sephiroth durch jene in ihrem Körper auf Basis von drei Zellspendern, Lucrecia, die leibliche Mutter, die ihn austrug, Jenova und den leiblichen Vater, Shinra-Biogenetiker Hojo, entwickeln konnte.
FĂŒnf Jahre bevor die Ereignisse im Spiel begannen, erfuhr Sephiroth, dass er das Ergebnis dieses Experimentes war. Allerdings kannte er nicht alle Einzelheiten aufgrund unvollstĂ€ndiger und fehlerhafter Aufzeichnungen und glaubte daher, ein vollstĂ€ndig aus Jenova-Zellen geschaffener Cetra zu sein. HasserfĂŒllt brannte er Nibelheim, die Heimatstadt von Cloud und Tifa, nieder, in der Absicht, die Nachkommen all jener zu töten, die damals seine Vorfahren bei der Verteidigung des Planeten im Stich gelassen hatten. Cloud zufolge stellte er sich Sephiroth wĂ€hrend des Massakers entgegen, woraufhin Sephiroth unter ungeklĂ€rten UmstĂ€nden verschwand und fĂŒr tot gehalten wurde. Sephiroth erzĂ€hlt Cloud nun, dass er niemals in Nibelheim gewesen sei: Auf einem Bild, das Sephiroth Cloud zeigt, ist ein dunkelhaariger Soldat erster Klasse zu sehen, der Clouds Erinnerungen zufolge er selbst ist. Tifa kann diese Behauptungen nicht entkrĂ€ften, woraufhin Cloud einen Zusammenbruch erleidet. Bei der Ankunft von Shinra im Nordkrater erklĂ€rt Hojo, dass es alles Sephiroths Verdienst war, der sowohl den kopflosen Körper Jenovas in einer seinen gleichenden Gestalt genutzt, als auch die Wiedervereinigung (auch als Reunion bekannt) eingeleitet hat, der Cloud als TrĂ€ger von Jenovazellen unter anderem auch folgte. SchlieĂlich wird es Sephiroth dann durch Clouds mentale Verwundbarkeit und die Zweifel an seiner eigenen Person ermöglicht, Meteor herbeizurufen und die Weapons erwachen. Im folgenden Erdbeben wird Cloud von seinen GefĂ€hrten getrennt und fĂ€llt in den Lebensstrom.
WĂ€hrend der beschworene Meteor sich langsam dem Planeten nĂ€hert, versucht der Shinra-Konzern die Menschheit vor den Weapons zu beschĂŒtzen.cite-ref-ulti58-24-1[24] Zur selben Zeit sucht Avalanche nach Cloud und findet ihn schlieĂlich in einem tropischen Kurort, wo er nach dem Sprechen von Meteor angespĂŒlt wurde. Cloud befindet sich allerdings in einem Zustand der Katatonie. Bald darauf bricht die Insel durch die zerstörerische Kraft eines Weapon auf, wodurch Cloud und Tifa in den Lebensstrom fallen. Dort kann sie Clouds Erinnerungen rekonstruieren und deckt auf, was von Sephiroth erlogen und nicht erlogen war: Cloud ist zwar ein echter Mensch und war tatsĂ€chlich wĂ€hrend Sephirothâ Attacke in Nibelheim, er schaffte es allerdings niemals, Soldat beizutreten, sondern gehörte lediglich dem einfachen FuĂvolk der Shinra-Armee an. Der dunkelhaarige Soldat auf dem Bild ist Zack, die erste groĂe Liebe von Aeris. WĂ€hrend der Zerstörung von Nibelheim durch Sephiroth kĂ€mpften Zack, Tifa und Cloud im Mako-Reaktor von Nibelheim gegen Sephiroth. Tifa und Zack wurden besiegt, Cloud und Sephiroth verwundeten sich gegenseitig schwer. Nachdem Sephiroth den im Reaktor gelagerten Körper Jenovas geköpft hatte, fiel er in den Lebensstrom und nahm den Kopf der Kreatur mit sich. Allerdings war sein Wille stark genug, um dem Lebensstrom zu trotzen und wurde durch das Aufnehmen einer groĂen AnhĂ€ufung an Lebensenergie und Wissen, zu dem die Wahrheit ĂŒber Jenova, sowie dass er nicht vom alten Volk ist (wie er im Tempel des alten Volkes selbst nach Aerisâ ErklĂ€rung zu erkennen gibt) und auch unter anderem durch das Wissen des alten Volkes zu dem auch der Aufenthaltsort der Schwarzen Substanz gehört, noch mĂ€chtiger. Daraufhin machte er weiteren Nutzen von den FĂ€higkeiten seiner auĂerirdischen Herkunft und regenerierte sich in einem Kristall im Nordkrater.
WĂ€hrend Tifa nach Midgar in Sicherheit gebracht wurde, wo sie sich spĂ€ter Avalanche anschloss, wurden Cloud und Zack zusammen mit den anderen Ăberlebenden wĂ€hrend der Vertuschung von Sephiroths Massaker von Shinra gefangen genommen. Professor Hojo experimentierte an ihnen und unterzog sie derselben Prozedur wie die Mitglieder von Soldat. Da Hojo bei den Experimenten keine RĂŒcksicht auf die geistigen FĂ€higkeiten seiner Versuchssubjekte nahm, fielen alle bis auf Zack ins Koma. FĂŒnf Jahre nach diesen Ereignissen kann Zack mit Cloud fliehen. Die Mitglieder von Soldat wurden Mako-Duschen und Injektionen mit Jenova-Zellen unterzogen. Die auĂerirdischen Zellen in Clouds Körper erlaubten seinem Geist eine falsche, Zack nachempfundene IdentitĂ€t aufzubauen, gleichzeitig ermöglichten sie es auch Sephiroth, Cloud zu beeinflussen. Die VerdoppelungsfĂ€higkeiten der Zellen fĂŒhrten dazu, dass Cloud glaubte, er sei ein Soldat erster Klasse gewesen, da kurz vor Beginn des Spiels Zack in der NĂ€he Midgars von ihren Shinra-Verfolgern erschossen wurde. Daraufhin entdeckte Tifa Cloud, der eine von Zacks Ersatzuniformen trug, und bot ihm einen Job bei Avalanche an.cite-ref-ulti210-30-1[30]
Nachdem die Wahrheit nun bekannt ist, erwacht Cloud wieder und schlieĂt sich Avalanche erneut an. Kurz darauf erfĂ€hrt der Spieler, dass Aeris, bevor sie starb, den Zauberspruch Heilig sprach, die einzige Möglichkeit, Meteor aufzuhalten. Obwohl sie erfolgreich war, blockiert Sephiroths fokussierter Wille den Spruch, sodass er nicht aktiv werden kann. Avalanche und Shinra entscheiden, dass die Menschheit vor den Weapons beschĂŒtzt werden muss, bevor man gegen Sephiroth vorgehen kann, und zerstören ein Weapon, wobei fast der gesamte FĂŒhrungsstab umkommt. Zu den Ăberlebenden gehört der reumĂŒtige Reeve Tuesti, der Cait Sith steuert,cite-ref-ulti57-31-0[31] und Professor Hojo, der sich der Gruppe offiziell als Vater von Sephiroth vorstellt. Er erklĂ€rt ihnen, dass er und seine Frau die Assistenten von Professor Gast waren, die ihr ungeborenes Kind in das Experiment involvierten.cite-ref-ulti210-30-2[30]cite-ref-ulti198-32-0[32] Als Hojo versucht, Sephiroth bei dessen Versuch, die Kontrolle ĂŒber den Lebensstrom zu erlangen, zu helfen, bleibt Avalanche keine andere Wahl als ihn im Kampf zu töten.
Nun, da alle Mitglieder von Avalanche Frieden mit ihrer Vergangenheit geschlossen haben und all ihre Gegner besiegt sind, reist die Gruppe durch den Erdmantel bis zum Kern des Planeten. Dort gelingt es ihnen, Sephiroth zu besiegen und Heilig freizusetzen. Meteor ist mittlerweile allerdings zu nah am Planeten und Heilig kann ihn nicht alleine vernichten. Das Ziel von Meteor, Midgar, ist durch die entstandenen WirbelstĂŒrme fast vollkommen zerstört. SchlieĂlich erhebt sich der von Aeris gerufene Lebensstrom und drĂŒckt Meteor weiter vom Planeten weg, wodurch Heilig Meteor ein Ende setzen kann.cite-ref-ulti591-33-0[33] WĂ€hrend des folgenden Epilogs sieht man die von Pflanzen ĂŒberwucherten Ruinen des einst trostlosen Midgars.
Spielprinzip und Technik
Wie vorangegangene Teile der Final-Fantasy-Reihe besteht Final Fantasy VII aus drei grundlegenden Ebenen: der Weltkarte, StĂ€dte und Dungeon sowie dem Kampfbildschirm. Die Weltkarte ist eine verkleinerte dreidimensionale Ansicht der Spielwelt,cite-ref-ign97rev-2-1[2]cite-ref-hb-21-2[21] die dem Spieler zur Fortbewegung zwischen den einzelnen Orten und SchauplĂ€tzen des Spieles dient. Wie in vorherigen Teilen der Serie kann die Weltkarte mit der Spielfigur zu FuĂ, auf Chocobos (Emu-Ă€hnlichen Reitvögeln), in einem Luftschiff sowie mit einigen weiteren Methoden bereist werden.cite-ref-hb-21-3[21] In StĂ€dten und Dungeons bewegt der Spieler die Charaktere durch realistisch skalierte Umgebungen, die aus vorgerenderten 2D-HintergrĂŒnden bestehen.cite-ref-ign97rev-2-2[2] Der Kampfbildschirm ist eine 3D-Ansicht des jeweiligen Gebietes, in dem der Spieler den Charakteren ĂŒber eine MenĂŒauswahl Befehle, wie physische Angriffe oder den Einsatz von Magie, erteilt, die diese im Kampf gegen computergesteuerte Gegner ausfĂŒhren.cite-ref-ign97rev-2-3[2]cite-ref-hb-21-4[21]
Zu Beginn ist der Spieler auf Bewegungen in einer Stadt beschrĂ€nkt, aber im Verlauf des Spieles werden weitere Gebiete zugĂ€nglich und die geskripteten Abenteuersequenzen erlauben einen gröĂeren Handlungsradius. Die Geschichte des Spieles wird hauptsĂ€chlich durch nicht ĂŒberspringbare Skriptsequenzen vorangetrieben, die hĂ€ufig durch Aktionen des Spielers fortgesetzt werden. An anderen Stellen wird die Geschichte durch vorgerenderte, filmartige Zwischensequenzen weiterentwickelt.
Kampfsystem
Wie die drei vorangegangenen Final-Fantasy-Spiele verwendet Final Fantasy VII ein Active Time Battle (ATB) genanntes Kampfsystem. Hierbei verfĂŒgen die Gruppenmitglieder ĂŒber eine Leiste, die sich kontinuierlich auffĂŒllt. Sobald diese Leiste voll ist, kann eine Aktion ausgewĂ€hlt und ausgefĂŒhrt werden. Anders als frĂŒhere Spiele der Serie, die vier bis fĂŒnf steuerbare Charaktere im Kampf erlaubten, kann die Gruppe in Final Fantasy VII aus höchstens drei Spielfiguren bestehen.cite-ref-ign97rev-2-4[2]
Das Fertigkeitensystem baut auf der Verwendung von sogenannten Substanzen (in der Computerversion Materia) auf, das sind Zauberkugeln, die in spezielle EinschĂŒbe (sogenannte Slots) der Waffen und RĂŒstungen eingesetzt werden können und den Charakteren Zugang zu ZaubersprĂŒchen und Spezialfertigkeiten erlauben. Neben ihren individuellen Eigenschaften können Substanzen miteinander kombiniert werden, um ihre Effekte zu erweitern oder neue Fertigkeiten zu erhalten.cite-ref-hb-21-5[21]cite-ref-bg97-34-0[34]
In Form der sogenannten Wechsel-Limits kommt eine modifizierte Art der Spezialattacken aus dem VorgĂ€nger Final Fantasy VI zum Einsatz.cite-ref-fg03-25-4[25] Jeder spielbare Charakter verfĂŒgt ĂŒber eine Leiste, die sich langsam fĂŒllt, wenn der Charakter im Kampf Schaden erleidet. Sobald die Leiste voll ist, kann der Charakter sein Wechsel-Limit einsetzen und damit eine Spezialattacke ausfĂŒhren, die deutlich mehr Schaden beim Gegner verursacht als normale Angriffe, oder die Gruppe anderweitig im Kampf unterstĂŒtzen.cite-ref-ign97rev-2-5[2]cite-ref-hb-21-6[21] Charakterdesigner und Kampfdirektor Tetsuya Nomura implementierte diese fortgeschrittenere Art der Spezialattacken als Antwort auf die geringe HĂ€ufigkeit ihres Auftretens in Final Fantasy VI, wo sie zufĂ€llig als Ersatz fĂŒr das Angriffskommando verfĂŒgbar wurden, wenn ein Charakter nur noch ĂŒber wenige Lebenspunkte verfĂŒgte.cite-ref-fg03-25-5[25]
Nomura entschied, kunstvoll animierte, beschwörbare Kreaturen in das Spiel zu integrieren, deren Animation teilweise ĂŒber eine Minute dauert.cite-ref-fg03-25-6[25] Diese Idee wurde von den Final-Fantasy-Spielern positiv aufgenommen, sodass dies in den nachfolgenden Teilen ĂŒbernommen wurde.cite-ref-fg03-25-7[25] Allerdings werden diese Animationen von Spielekritikern und KĂ€ufern auch als ânervtötendâ bezeichnet.cite-ref-ouspm47-35-0[35]
Entwicklung
Die Entwicklung von Final Fantasy VII begann 1995.cite-ref-ffc05-36-0[36] Dem Entwicklerteam, das ĂŒber einhundert KĂŒnstler und Programmierer umfasste,cite-ref-ffc05-36-1[36] stand ein Budget von ungefĂ€hr 45 Millionen Dollar zur VerfĂŒgung.cite-ref-low-37-0[37] Bei der Entwicklung des Spieles kam Software wie PowerAnimator und Softimage XSIcite-ref-edge03-28-1[28] zum Einsatz. Yoshinori Kitase, Regisseur von Final Fantasy VI, fĂŒhrte auch bei diesem Teil der Serie Regie und Ă€uĂerte Bedenken, dass das Franchise in RĂŒckstand geraten könnte, falls es nicht wie andere Spiele seiner Zeit 3D-Computergrafiken verwendete.cite-ref-egm196-1-1[1] Die Produktion begann nach der Entwicklung einer kurzen, experimentellen Technikdemo fĂŒr Silicon Graphics Onyx Workstations.cite-ref-ffc05-36-2[36] Die Demo mit dem Namen Final Fantasy SGI zeigte polygonbasierte 3D-Renderings von Final-Fantasy-VI-Charakteren in einem Echtzeitkampf und den Einsatz interaktiver Elemente.cite-ref-ffc05-36-3[36]cite-ref-suther03-38-0[38]cite-ref-rpgamer-39-0[39] Infolge dieses Experiments entschloss sich das Team, diese Elemente bei Final Fantasy VII einzusetzen.cite-ref-ffc05-36-4[36] Auf Grund des groĂen Speicherbedarfs fĂŒr die Bewegungsdaten, die 3D-Modelle und die Computereffekte entschieden die Entwickler, dass lediglich das CD-ROM-Format den AnsprĂŒchen des Projekts genĂŒgen wĂŒrde.cite-ref-edge03-28-2[28] Square hatte die vorherigen Spiele der Serie fĂŒr Nintendo-Konsolen entwickelt, Nintendo jedoch setzte (auch bei ihrer zukĂŒnftigen Konsole, dem Nintendo 64) auf Steckmodule, die wesentlich weniger Speicherplatz boten. Daraufhin trennte sich Square nach ihrer langen und hĂ€ufig schwierigen Beziehung zu Nintendo von diesem Publisher und kĂŒndigte am 12. Januar 1996 an, dass sie Final Fantasy VII fĂŒr Sonys PlayStation entwickeln wĂŒrde.
Der Ăbergang von 2D-Computergrafiken zu 3D-Umgebungen vor vorgerenderten HintergrĂŒndencite-ref-ign97rev-2-6[2]cite-ref-gs97rev-3-1[3]cite-ref-egm04rev-4-1[4] fĂŒhrte dazu, dass eine realistischere PrĂ€sentation im Vordergrund stand, was eine Herausforderung fĂŒr das Entwicklerteam darstellte. Laut Kitase stellte Produzent Hironobu Sakaguchi zusammen mit der Entscheidung, CDs zu verwenden, die Grundregel auf, dass sie ihr Ziel verfehlt hĂ€tte, wenn der Spieler die Ladezeiten mitbekam, und verlangte, dass der Spieler die gesamte Zeit in der AtmosphĂ€re des Spieles eingetaucht bleiben solle.cite-ref-edge03-28-3[28] Deshalb wurden verschiedene Animationen programmiert, die aktiviert wurden, wenn das Spiel Daten lud. Obwohl die zusĂ€tzliche SpeicherkapazitĂ€t es dem Team erlaubte ĂŒber 40 Minuten an Full-Motion-Video-Filmen (FMV) zu integrieren â zur damaligen Zeit ein Novum in diesem Genre â standen die Entwickler gleichzeitig vor dem Problem, die Grafiken im Spiel gegenĂŒber den FMV-Sequenzen nicht zu minderwertig erscheinen zu lassen. Kitase beschrieb den Prozess, die Umgebungen im Spiel so detailliert wie möglich zu gestalten, als âeine gewaltige Aufgabeâ. Unter anderem war es nicht möglich, 3D-Polygon-Modelle anhand der Zeichnungen von Yoshitaka Amano, langjĂ€hriger Designer der Serie, zu erstellen. Man hielt seinen Stil fĂŒr zu exquisit fĂŒr die visuellen Möglichkeiten des Projektes, daher verpflichtet man Tetsuya Nomura als Hauptdesigner des Projekts, wĂ€hrend Amano bei der Entwicklung der Weltkarte des Spiels half.cite-ref-low-37-1[37] Nomura war bereits als Designer fĂŒr die Monster in Final Fantasy V tĂ€tig.cite-ref-opm05-40-0[40] Da sein Stil eher an das Design von Mangas erinnert, ging man davon aus, seine Designs leichter umsetzen zu können. Ein weiteres Problem war der Zeitdruck, unter dem die Entwickler standen. Der Stammkomponist der Serie, Nobuo Uematsu, kommentierte in den Notizen zum Soundtrack des Spiels, dass âdie Spiele der Serie eine Gemeinsamkeit haben, keines von ihnen ist fertigâ. Obwohl die Veröffentlichung des Spiels in Japan vom Dezember 1996 auf den Januar 1997 verschoben worden war, mussten fĂŒr die nordamerikanische Veröffentlichung die Geschichte und das Spielprinzip ausgebaut werden,cite-ref-gs97rev-3-2[3] daher wurde das Spiel als Final Fantasy VII International in Japan erneut veröffentlicht.
Grafikdesigner Yusuke Naora bezeichnete die AtmosphĂ€re des Spiels als âausdrucksstark und dunkelâ.cite-ref-psj98-41-0[41] Dies werde erreicht durch die Beleuchtungseffekte, die er fĂŒr die âDunkelsten der Dunkelstenâ hielt,cite-ref-ffs-42-0[42] und die Geschichte als eine, die dem Realismus groĂe Bedeutung zukommen lieĂ, dabei dennoch auf verschiedene Mythen, Legenden und religiöse sowie philosophische Konzepte als âRahmen fĂŒr höhere ethische Bestrebungen und ökologischen Evangelismusâ zurĂŒckgriff.cite-ref-egm196-1-2[1]cite-ref-edge03-28-4[28] Diese Konzepte zeigten sich in der Wahl der Namen, zum Beispiel âSephirothâ,cite-ref-fami97-43-0[43] Clouds persönlichen Problemen, Aerisâ endgĂŒltigem Tod und dem Lebensstrom als Handlungselement.cite-ref-egm196-1-3[1]cite-ref-edge03-28-5[28] Tetsuya Nomura erklĂ€rte, dass in frĂŒhen Entwicklungsstufen nur Cloud, Barret und Aeris vorkommen sollten, von diesen dreien sollte ein Charakter sterben.cite-ref-egm196-1-4[1] Auf Grund Clouds Position als Hauptcharakter hielt er es nicht fĂŒr möglich, ihn sterben zu lassen. Der Tod des dunkelhĂ€utigen Barret hĂ€tte einem vorherrschenden Klischee in der Serie selbst als auch im Bereich der Fiktion im Allgemeinen gefolgt. Er brachte seinen Frust mit der hĂ€ufigen Darstellung des Todes im Bereich der Fiktion als eine Ehrfurcht gebietende, oft romantische Idee von Aufopferung und Wiederauferstehung zum Ausdruck. Deshalb schlug er vor, Aeris unwiderruflich sterben zu lassen â eine Wendung, die das Publikum seiner Meinung nach nicht erwarten wĂŒrde und die daher die plötzliche, grausame und unverĂ€nderliche Natur des Todes verdeutlichen wĂŒrde.cite-ref-egm196-1-5[1]cite-ref-edge03-28-6[28]cite-ref-low-37-2[37] Andererseits benutzte Sakaguchi Ideen aus Kulturen, die an eine unsichtbare, unauslöschbare und alles durchdringende Energie glauben, als Grundlage fĂŒr seine Philosophie des Lebensstroms, einem Konzept dessen Darstellung im Spiel Kitase ĂŒbernahm.cite-ref-edge03-28-7[28]
Mitglieder des Entwicklungsteams offenbarten, dass einige Aspekte der Geschichte mit Absicht der individuellen Interpretation des Spielers ĂŒberlassen wurden.cite-ref-fg03-25-8[25]cite-ref-gan05int-23-1[23]cite-ref-fg05-44-0[44] Szenarioschreiber Kazushige Nojima erklĂ€rte, dass er es an einigen Stellen dem Spieler vorbehalten wollte, sich Gedanken darĂŒber zu machen, was Cloud in bestimmten Situationen denkt.cite-ref-interviews-15-1[15]cite-ref-edge03-28-8[28] Obwohl mit der Veröffentlichung des Films Final Fantasy VII: Advent Children im Jahr 2005 die Schicksale der Charaktere geklĂ€rt wurden,cite-ref-ulti191-45-0[45]cite-ref-alley-46-0[46] lag das endgĂŒltige Schicksal der Menschheit im Dunkeln. Als Advent Children veröffentlicht wurde, deutete Kitase an, dass der Epilog des Spiels die Ausrottung der Menschheit darstellen könnte.cite-ref-egm196-1-6[1] Allerdings erklĂ€rte Nomura in der Zwischenzeit, dass die letzten Szenen des Spiels ein Symbol fĂŒr das mittlerweile harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur seien.cite-ref-acrf105-47-0[47]
Der Veröffentlichung des Spiels in Nordamerika ging eine dreimonatige, 100 Millionen Dollar teure Marketingkampagne von Sony voraus. Die Kampagne umfasste drei 30-sekĂŒndige Werbespots bei groĂen TV-Networks, die spĂ€ter auch in Europa zum Einsatz kamen. Weitere Teile der Marketingstrategie waren eine Feiertagsaktion mit Pepsi, Anzeigen in Magazinen wie Rolling Stone und Playboy, sowie Comics von Marvel und DC Comics.cite-ref-low-37-3[37]cite-ref-48[48]cite-ref-ffs2-49-0[49] Im Jahr 1998 wurde eine portierte Fassung von Final Fantasy VII fĂŒr Windows-PC herausgebracht. Diese Wiederveröffentlichung hatte bessere Grafiken, krankte allerdings an verschiedenen technischen Problemen.cite-ref-low-37-4[37]cite-ref-bw98-50-0[50]cite-ref-gp00-51-0[51]
Musik
Der Soundtrack zu Final Fantasy VII wurde von Nobuo Uematsu komponiert. An Stelle von aufgezeichneter Musik und Sound-Effekten fĂŒr das Spiel entschied sich Uematsu MIDIs einzusetzen, die vom PlayStation-eigenen Soundchip abgespielt wurden. Seine Entscheidung begrĂŒndete er damit, dass der Hauptprozessor die Audiodaten dadurch schneller verarbeiten konnte, wodurch er mehr Rechenleistung fĂŒr die 3D-Engine des Spiels aufbringen konnte und zusĂ€tzlich die Ladezeiten geringer gehalten wurden. UrsprĂŒnglich sollte ein Lied mit Gesang im Spiel vorkommen, auf Grund der EinschrĂ€nkungen von musikalischen Aufnahmen wurde dies aber erst beim Nachfolger Final Fantasy VIII realisiert. Allerdings zogen sowohl Final Fantasy VIII als auch Final Fantasy IX ihren Vorteil aus den aufgezeigten Möglichkeiten des Soundchips der PlayStation.cite-ref-low-37-5[37]
Der Soundtrack zum Spiel wurde als Vier-CD-Set veröffentlicht,cite-ref-segm-52-0[52]cite-ref-rpgfm-53-0[53] wobei man auch ein Album, genannt Final Fantasy VII: Reunion Tracks mit ausgewĂ€hlten und bearbeiteten Tracks auf einer CD veröffentlichte.cite-ref-segmr-54-0[54]cite-ref-rpgfmr-55-0[55] Einige Musiktitel des Spiels wurden in arrangierten Fassungen nicht nur in weiteren Square-Produktionen, darunter Kingdom Heartscite-ref-rpgfmkh-56-0[56] und Advent Children,cite-ref-ignacm-57-0[57]cite-ref-rpgfmp-58-0[58] zum Einsatz gebracht, sondern auch in einer Piano-Kollektioncite-ref-rpgfmac-59-0[59] und dem ersten Album der Black Mages veröffentlicht. Die beiden Titel Aerisâ Theme und One-Winged Angel wurden mehrfach auf verschiedenen Konzerten aufgefĂŒhrt, so in den Final-Fantasy-spezifischen Konzerten im Mai 2002cite-ref-sem-2002-60-0[60] durch die Tokioter Philharmonie in Japan, 2004 als Teil der Tour de Japoncite-ref-sem-japon-61-0[61] und wĂ€hrend der âDear Friends: Music From Final Fantasyâ-Konzerttournee von 2004 bis 2005 in den USA,cite-ref-sem-friends-62-0[62] aber auch in allgemeinen Konzerten mit Musik aus Computerspielen, zum Beispiel zum Ersten symphonischen Spielemusikkonzert 2003 und zum Vierten symphonischen Spielemusikonzert 2006 in Leipzig, sowie den weltweiten âPlay! A Video Game Symphonyâ-Konzerten. Allerdings wurden auch andere Musiktitel des Spiels bei diesen oder Ă€hnlichen Konzerten aufgefĂŒhrt. Im September 2009 fand in Köln das Konzert Symphonic Fantasies statt, bei dem das WDR-Orchester gemeinsam mit dem WDR-Chor mehrere Titel aus Final Fantasy VII spielte. Eine 40-minĂŒtige Sinfonie in drei SĂ€tzen, bestehend aus Musik aus Final Fantasy VII, wurde 2013 als Teil der Final Symphony-Konzertreihe uraufgefĂŒhrt und ein Jahr spĂ€ter vom London Symphony Orchestra in den Abbey Road Studios aufgenommen.cite-ref-63[63]cite-ref-64[64] Nobuo Uematsu war als Berater der Produktion vor Ort.cite-ref-65[65]cite-ref-66[66] Das Album erreichte die Top 5 der Billboard Charts und der Official UK Charts.cite-ref-67[67]
Rezeption
Final Fantasy VII wurde nicht nur von den Kritikern hoch gelobt, sondern war auch ein kommerzieller Erfolg. Innerhalb der ersten drei Tage nach der Veröffentlichung im Januar 1997 wurden in Japan 2,3 Millionen Einheiten des Spiels verkauft.cite-ref-low-37-6[37] In Nordamerika konnten am ersten Wochenende 330.000 Einheiten abgesetzt werdencite-ref-68[68] und innerhalb der ersten drei Wochen insgesamt 500.000 StĂŒck.cite-ref-bw972-69-0[69] Das Interesse am Spiel blieb auch in den folgenden Monaten ungebrochen und Sony meldete, dass bis Anfang Dezember eine Million Kopien des Spiels verkauft worden seien.cite-ref-bw973-70-0[70] Ein Wirtschaftsanalytiker sagte dazu, dass âSony die Kategorie der Rollenspiele neu definiert und das konventionelle Publikum mit dem Verkauf von Final Fantasy VII erweitert hĂ€tteâ.cite-ref-bw973-70-1[70] Bis zum Mai 2006 wurden weltweit 9,8 Millionen Kopien verkauft, wodurch sich Final Fantasy VII besser verkauft hat als jeder andere Titel der Serie.cite-ref-acrf66-7-1[7]
Obwohl die Spielergemeinde ihren Unmut Ă€uĂerte, als Square ankĂŒndigte, Final Fantasy VII nicht fĂŒr Nintendo, sondern fĂŒr Sony zu produzieren und nicht auf die Final-Fantasy-SGI-Demo zurĂŒckzugreifen,cite-ref-suther03-38-1[38]cite-ref-rpgamer-39-1[39] hat das Spiel auch heute noch eine groĂe AnhĂ€ngerschaft. Die Leser des japanischen Famitsu-Magazines wĂ€hlten es im MĂ€rz 2006 auf Platz zwei der âZehn beliebtesten Spiele aller Zeitenâ,cite-ref-ngfam-71-0[71] wĂ€hrend die Besucher der Webseite GameFAQs es 2004 und 2005 zum âBest Game Everâ erklĂ€rten.cite-ref-gfaq05b-72-0[72]cite-ref-gfaq04-73-0[73]
Kritiken
Das Spiel erhielt hervorragende Kritiken von bekannten Spielepublikationen. GameFan nannte es âdas möglicherweise beste Spiel, das jemals produziert wurdeâ,cite-ref-low-37-7[37] wohingegen GameSpot kommentierte, dass âniemals zuvor Technologie, Spielbarkeit und ErzĂ€hlung so im Einklang standen wie bei Final Fantasy VIIâ, und besonders die Grafik, Audio und Geschichte des Spiels lobte. Die britische Zeitung Edge gab dem Spiel eine 9/10cite-ref-eo-74-0[74] und Electronic Gaming Monthly vergab 9,5/10, mit der BegrĂŒndung, âkein anderes RPGâ lasse âeinen so ein cineastisches Erlebnis verspĂŒren wie Final Fantasy VIIâ.cite-ref-egm04rev-4-2[4] Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bestand die Multimediawebseite IGN darauf, dass âFF7s Grafiken Lichtjahre vor allem sind, was man auf der PlayStation gesehen hatteâ, hielt die Geschichte fĂŒr âtief und epischâ und betrachtete das Kampfsystem als stĂ€rksten Punkt des Spiels.cite-ref-ign97rev-2-7[2] Ein Reviewer von RPGamer lobte den Soundtrack des Spiels fĂŒr âdie Vielseitigkeit und den reinen Umfangâ, deutete an, dass âUematsu seine Arbeit auĂergewöhnlich gut getan hatâ und âes möglicherweise sein bestes Werk istâ.cite-ref-casto-75-0[75]
Allerdings erhielt Final Fantasy VII auch negative Kritiken. GameSpy platzierte es im September 2005 auf Platz 7 ihrer â25 Most Overrated Gamesâ (25 der am meisten ĂŒberbewerteten Spiele), mit der BegrĂŒndung, dass âdie meisten FF-Liebhaber VII zwar fĂŒr ein gutes Spiel halten, aber nicht fĂŒr das beste der Serieâ.cite-ref-gspy-76-0[76] Obwohl das Offizielle U.S. PlayStation Magazin dem Spiel 5/5 gaben, hinterfragten sie, genau wie GameSpot, dennoch den sehr linearen Spielverlauf.cite-ref-gs97rev-3-3[3]cite-ref-opm-77-0[77] Das Magazin hielt die Ăbersetzung des Spiels fĂŒr etwas schwammig, sodass es zu âunnötigen Verwirrungen kommt, welche die gute Geschichte trĂŒbenâ. Diese EinschĂ€tzung wurde von Mitgliedern der RPGamer geteilt, die mit Augenmerk auf die Rechtschreibfehler und auf andere Probleme, welche die undurchsichtige Geschichte noch weiter verwirrten, darauf hinwiesen, dass das Spiel weit entfernt von Perfektion sei.cite-ref-alley-46-1[46] Auch GamePro erachtete die japanisch-englische Ăbersetzung als groĂe SchwĂ€che des Spiels.cite-ref-gp00-51-1[51] Die ĂbersetzungsschwĂ€chen gepaart mit technischen Problemen wurden auch bei den beiden deutschen Versionen bemĂ€ngelt.cite-ref-rpgr-78-0[78] FĂŒr IGN war die BeschrĂ€nkung auf drei Charaktere die âeinzige UnzulĂ€nglichkeit des Spielsâ.cite-ref-ign97rev-2-8[2] Die Rezensionsdatenbank Metacritic aggregiert 20 Rezensionen der PlayStation-Version zu einem Gesamtwert von 92 %.cite-ref-79[79]
Einige Elternvereinigungen ĂŒbten ebenfalls Kritik an dem Spiel wegen der Gewaltdarstellung, vor allem nach dem Amoklauf an der Columbine High School 1999. Infolge der Ereignisse reichten einige Eltern der getöteten Kinder eine FĂŒnf-Millionen-Dollar-Klage gegen Firmen ein, die Computerspiele entwickelt und veröffentlicht hatten. Unter den Mitangeklagten war der Publisher der PC-Version des Spiels, Eidos Interactive. Final Fantasy VII wurde von den KlĂ€gern als mitursĂ€chlich fĂŒr das Schulmassaker angesehen.cite-ref-80[80]
VermÀchtnis
Final Fantasy VII wird als einer der einflussreichsten Titel in der Geschichte der Videospiele angesehen. Man schreibt dem Spiel zu, dass es Konsolenrollenspielen ermöglicht habe, eine Marktnische auĂerhalb Japans zu finden. Es sei auĂerdem der beliebteste Titel der Final-Fantasy-Serie.cite-ref-gaia-5-1[5]cite-ref-1up03ac-6-1[6] Im Januar 2005 wĂ€hlt die Electronic Gaming Monthly Final Fantasy VII auf den sechsten Platz ihrer Liste der zehn wichtigsten Spiele, die seit 1989 die Videospielindustrie neu definiert haben. Mit den âwundervollen Zwischensequenzen und der tiefgrĂŒndigen, introspektiven ErzĂ€hlungâ sei âSquares Spiel das erste RPG, das filmisches GeschichtenerzĂ€hlen ĂŒberflĂŒgelt anstatt es nur zu kopierenâ. Weiter stellt das Magazin fest, dass ohne dieses Spiel âAeris nicht gestorben wĂ€re und die Spielergemeinschaft nie gelernt hĂ€tte zu weinenâ.cite-ref-81[81] Die PopularitĂ€t des Spiels und sein offenes Ende fĂŒhrten dazu, dass der Autor eine Verbindung zwischen Final Fantasy VII und dem ebenfalls sehr populĂ€ren Teil Final Fantasy X herstellte.cite-ref-ulti191-45-1[45]
Das VermĂ€chtnis des Spiels beinhaltet auch die Akzeptanz und standardmĂ€Ăige Verwendung von FMV-Sequenzen in Rollenspielen,cite-ref-low-37-8[37] sowie einen deutlichen Fortschritt im Bereich der Computergrafiken. Diese Entwicklungen erlaubten es Hironobu Sakaguchi, Erfinder der Serie, den ersten Final-Fantasy-Film Final Fantasy: Die MĂ€chte in dir (2001) zu produzieren.cite-ref-ouspm4790-82-0[82] Zudem war Final Fantasy VII: International die erste Neuveröffentlichung in Japan mit zusĂ€tzlichen Inhalten. Weitere Titel der Serie, die diese Behandlung erfuhren, waren unter anderem Final Fantasy X,cite-ref-with-83-0[83] Final Fantasy X-2cite-ref-84[84], Kingdom Heartscite-ref-ign02-85-0[85] und Final Fantasy XII.
Compilation of Final Fantasy VII
Compilation of Final Fantasy VII ist der offizielle Titel einer Reihe von Spielen und Animationsfilmen auf Basis der Welt und KontinuitĂ€t von Final Fantasy VII. Unter der FĂŒhrung von Tetsuya Nomura und Yoshinori Kitasecite-ref-kohler-86-0[86]cite-ref-gs03-87-0[87]cite-ref-vj05-88-0[88] entstanden verschiedene Titel fĂŒr diverse Plattformen, die alle entweder Fortsetzungen, Remakes oder Prequels zu Final Fantasy VII sind.
Square bezeichnete dieses Projekt als âdie ersten Schritte des Unternehmens in Richtung âpolymorphe Inhalteââ, eine Marketingstrategie, die darauf ausgelegt ist, âwohl-bekannte Anlagen auf etlichen Plattformen anzubieten und so die Produkte einem gröĂtmöglichen Publikum zugĂ€nglich zu machenâ.cite-ref-kohler-86-1[86] Der Produzent der Compilation, Yoshinori Kitase, erzĂ€hlte, dass er sofort Final Fantasy VII gewĂ€hlt hatte, als man ihm die Möglichkeit gab einen der Final-Fantasy-Titel fĂŒr das Experiment des Unternehmens zu polymorphen Inhalten auszusuchen. Er gab als Grund das offene Ende und sich daraus ergebenden Möglichkeiten fĂŒr die Charaktere im Gegensatz zu den anderen Spielen an.cite-ref-egm196-1-7[1] Nomura hat offenbart, dass er ursprĂŒnglich nur von der Entwicklung von Final Fantasy VII: Advent Children und Before Crisis: Final Fantasy VII ausging, Kitase hingegen sich eine Produktion gröĂeren Umfangs vorstellte, was zur Entwicklung der anderen Titel fĂŒhrte.cite-ref-young-89-0[89]cite-ref-choud-90-0[90] YĆichi Wada, PrĂ€sident von Square Enix verkĂŒndete, dass die Compilation bis zum zwanzigsten Jahrestag der Veröffentlichung von Final Fantasy VII ein aktives Franchise bleiben wird.cite-ref-rpgf06-91-0[91]
Der erste Titel der Compilation, Advent Children, wurde im September 2003 bei der Tokyo Game Show erstmals öffentlich vorgestelltcite-ref-92[92]cite-ref-acrf74-93-0[93] und zum ersten Mal am 2. September 2005 beim 62. Filmfestival von Venedig aufgefĂŒhrt.cite-ref-acrf74-93-1[93]cite-ref-iw05-94-0[94] Der CGI-Film ist eine Fortsetzung zu Final Fantasy VII;cite-ref-gantayat-95-0[95] er spielt zwei Jahre nach dem Ende des Spiels und wurde exklusiv auf DVD und Universal Media Disc (UMD) fĂŒr Sonys PlayStation Portable (PSP) in Japan am 14. September 2005 veröffentlicht. Auf den europĂ€ischen und amerikanischen MĂ€rkten kam der Film am 25. April 2006 heraus,cite-ref-ign05-96-0[96] eine deutsche Veröffentlichung folgte am 5. Dezember 2006. Zu den Fortsetzungen gehören auch die Spiele Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII und die dazugehörige Zusatzepisode Dirge of Cerberus: Lost Episode â Final Fantasy VII; beide sind First-Person/Third-Person-Shooter-Hybriden.cite-ref-dun06-97-0[97]cite-ref-vasco-98-0[98] Dirge of Cerberus wurde fĂŒr die PlayStation 2 entwickelt und spielt drei Jahre nach Final Fantasy VII.cite-ref-acrf98-99-0[99]cite-ref-ign-doc-100-0[100] Das Spiel wurde in Japan am 26. Januar 2006,cite-ref-dun06-97-1[97] in Nordamerika am 15. August 2006cite-ref-dun06-97-2[97] und in Europa am 17. November 2006 veröffentlicht.cite-ref-ffc-doc-101-0[101] Lost Episode wurde am 18. August 2006 in Nordamerika fĂŒr Amp'd Mobiltelefone veröffentlicht.cite-ref-se-docle-102-0[102]
Ein weiterer Titel fĂŒr Mobiltelefone ist Before Crisis, ein Prequel, das die Geschichte der Turks in den sechs Jahren vor Final Fantasy VII erzĂ€hlt.cite-ref-acrf96-20-3[20]cite-ref-gan04-103-0[103] Das Spiel erschien in Japan in 24 Kapiteln im Abonnement-Verfahrencite-ref-buchanan-104-0[104] ab 24. September 2004cite-ref-gan-des-105-0[105] fĂŒr Mobiltelefone der NTT-DoCoMo-FOMA-900i-Reihe,cite-ref-gan04-103-1[103]cite-ref-buch-bc-106-0[106] die Inbetriebnahme in Nordamerika soll 2006 erfolgen,cite-ref-buchanan-104-1[104] ĂŒber ein Erscheinen in Europa ist nichts bekannt. Zu den anderen Prequels gehören Last Order â Final Fantasy VII, eine von Madhouse entwickelte OVA ĂŒber die Zerstörung Nibelheimscite-ref-acrf95-107-0[107] und Crisis Core: Final Fantasy VII, ein Action-Rollenspiel fĂŒr die PSP, dessen Hauptcharakter Zack ist. Es wurde am 13. September 2007 in Japan veröffentlicht und ist am 25. MĂ€rz 2008 in den USA und am 20. Juni 2008 in Europa erschienen. Die deutsche Version hat ein komplett deutsches Interface (MenĂŒs, HUD usw.), lediglich die gesprochenen Sequenzen sind englisch mit deutschen Untertiteln.
Es gibt Spekulationen, dass ein technisch verbessertes Remake von Final Fantasy VII Teil dieser Compilation sein wird. Diese Spekulationen wurde angeheizt durch eine Final-Fantasy-VII-Tech-Demo auf der Electronic Entertainment Expo 2005, wo die Eröffnungssequenz von Final Fantasy VII in Playstation-3-Grafik gezeigt wurde.cite-ref-ulti571-108-0[108]cite-ref-egm196-106-109-0[109]cite-ref-allen05-110-0[110] Obwohl Yoichi Wada erklĂ€rt hat, dass die PrĂ€sentation lediglich einer technischen Demonstration dienecite-ref-allen05-110-1[110] â Behauptungen die von Yoshinori Kitase in einem Interview in der Final Fantasy VII Ultimania Ocite-ref-ulti571-108-1[108] gestĂŒtzt wurden â berichtete die Electronic Gaming Monthly 2006 in ihrer Juni-Ausgabe, dass dieses Video âein kleiner Ausblick auf ein Next-Gen-Revivalâ von Final Fantasy VII sei.cite-ref-egm204-111-0[111] Square Enix hat diese Behauptungen offiziell dementiert und ihre Aussage wiederholt, dass das Unternehmen ein solches Projekt nicht angekĂŒndigt hat.cite-ref-dun06rum-112-0[112]cite-ref-sloder-113-0[113]
Obwohl sie nicht unter dem Siegel der Compilation erschienen sind, gibt es zwei Novellen zu Final Fantasy VII und ein drittes Final-Fantasy-VII-Spiel fĂŒr Mobiltelefone. Die erste der beiden Novellen heiĂt âOn the Way to a Smileâ, eine Geschichte die auf den Ereignissen direkt nach Ende des Spiels basiert und im ersten Teil von Tifas Perspektive und im zweiten Teil von dem Jungen Denzel, welcher zur Waise wurde, als Shinra Sektor 7 zerstört hatte, erzĂ€hlt.cite-ref-vj05-3-114-0[114] Die zweite Novelle, âThe Maiden Who Travels the Planetâ, berichtet von Aerisâ Reise durch den Lebensstrom nach ihrem Tod.cite-ref-ulti572-115-0[115] SchlieĂlich gibt es noch Final Fantasy VII Snowboarding, eine Mobiltelefon-Portierung des Snowboard-Minispiels aus Final Fantasy VII.cite-ref-buch-now-116-0[116]
Literatur
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Weblinks
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âą Final Fantasy VII im Final-Fantasy-Wiki
âą Fanseite zu Final Fantasy VII und den âCompilationâ-Spielen
Einzelnachweise
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